Offener Brief an HSG und ART

Offener Brief von Uwe Klause:
Als Ergebnis langer Gespräche mit betroffenen Eltern und Aktiven aus der derzeitigen HSG Neuss Düsseldorf Jugend und Ausdruck tiefer Enttäuschung und Betroffenheit als Vereinsmitglied des ART folgender offener Brief an die HSG Neuss Düsseldorf und unseren Stammverein ART:
Ich schreibe diesen Brief mit einem dringenden Anliegen: In den vergangenen Tagen und Wochen mehrten sich in der Lokalpresse Berichte über die Krise der HSG und der Handballabteilung des ART. Im und um den Verein herum gibt es zudem viele Gerüchte und Spekulationen.
Befeuert werden diese nicht zuletzt dadurch, dass von Seiten der Abteilungsleitung bis zum heutigen Tag keinerlei Informationen über offenbar bereits weit gediehene Pläne und Absichten zur Zukunft der Handballabteilung an die Mehrzahl der Mitglieder weitergegeben wurden.
Zum ersten Mal für einen größeren Kreis sichtbar wurde dies erst auf einer Informations-Veranstaltung am 22.1.2019 im Castello, die sehr kurzfristig und nur via Facebook angekündigt wurde. Demnach betreibt ein kleiner Teil der Elternschaft eine Abspaltung von den übrigen Mannschaften. Dies betrifft die derzeitigen Teams C2 und B1, beide trainiert von Benjamin Daser. Zu den Eltern dieser beiden Teams gehört der Abteilungsleiter Handball des ART, Roman Perschke.
Die am 22.1.2019 vorgetragene Abspaltungsplanung ist jedoch nicht mit allen Mitgliedern abgestimmt und weder vor noch nach diesem Infotermin an die Mitglieder der ART-Handballabteilung berichtet worden. Tatsächlich betrifft es ja nicht nur die Spieler der Mannschaften, die die HSG verlassen möchten, sondern auch und vor allem diejenigen, die aus diesem Kreis ausgeschlossen werden sollen.
Es handelt es sich dabei also um einen Alleingang einiger weniger. Der überwiegende Teil der ART-Handballabteilung hat sehr wohl ein Interesse daran, erstens in der HSG zu verbleiben und zweitens auch weiterhin im ART Handball zu spielen, was laut der von Benjamin Daser und Roman Perschke vorgetragenen Planung für Spieler, die älter als Jahrgang 2003 sind, nicht vorgesehen ist.
Würde dieser Plan umgesetzt, stünden geschätzte 80 Jugendliche und Senioren zum Saisonende 2018/2019 ohne Verein da. Einen Verein und eine Abteilung, die es ohne einen großen Teil genau dieser Spieler und Familien nicht mehr geben würde. Denn nach der finanziellen Krise des ART, ausgelöst durch den Betrug des damaligen Abteilungsleiters Volker Haase im Jahr 2015, waren sie es, welche die Handballabteilung des ART durch eine Zahlung von mindestens 200,– € pro Spieler überhaupt am Leben erhalten und sichergestellt haben, dass Trainer und Hallenmieten bezahlt werden konnten.
Diese Mitgliederspenden, die nicht allen leichtgefallen sind, stellten unter anderem die Grundlage auch für den sportlichen Erfolg der derzeitigen B1 und C2 dar. Sie wurden von uns in dem Vertrauen geleistet, dass alle Jugendlichen gleichermaßen gefördert werden und jeder Spieler stets dieselbe Chance auf eine Sichtung für ein „Leistungsteam“ erfährt.
Die Eltern möchten den Spielbetrieb in der HSG einschließlich des Spielortes Düsseldorf zumindest mittelfristig gesichert wissen. Es gibt in dem Verständnis nicht mehr „die Neusser“ und „die Düsseldorfer“. Im Gegenteil ist in der HSG aus der ehemaligen Rivalität zwischen NHV und ART Freundschaft entstanden, Teams und Elternschaft sind eng zusammengewachsen.
Das so zwischenmenschlich und sportlich Geschaffene gilt es zu erhalten und weiter zu fördern, um der Gemeinnützigkeit des Vereins Rechnung zu tragen und Spaß am Sport und der Gemeinschaft bei den Jugendlichen zu verankern.
Ich fordere daher auch im Namen vieler betroffener Eltern und Aktiver vom Abteilungsleiter der Handballabteilung und die Einberufung einer Mitgliederversammlung, die folgende Punkte erfüllt:

• vollständige Transparenz für alle Mitglieder über die finanzielle Situation des ART-Handballs und die Planungen für die kommende Saison ohne weitere Verschleppung von Informationen und Entscheidungen und ohne weitere Hinterzimmergespräche,
• Einladung für eine Versammlung, die spätestens am 15.2.2019 stattfindet, an alle Mitglieder egal welchen Alters auf dem Postweg,
• Mehrheitsbeschluss über die verbindliche Festlegung der sportlichen Zukunft von Spielern aller Teams und Jahrgänge über die Saison 2019/2020 hinaus.

Mit sportlichem Gruß
Uwe Klause